Anschrift:
Sachsenbergstraße/Auenweg
50679 Köln, www.koeln.de
Öffnungszeiten:
Ganzjährig frei zugänglich, Eintritt frei
Architekten:
Kurt Schönbohm, Prof. Herta Hammerbacher, Günther Schulze und Joachim Winkler

 

DEUTSCHLANDS SCHÖNSTER PARK 2007: DER RHEINPARK IN KÖLN

Der Rheinpark wurde in seiner heutigen Ausgestaltung zur vierten Bundesgartenschau 1957 angelegt. Im Rahmen der Bundesgartenschau 1971 wurde die Gesamtanlage nicht verändert und nur durch kleinteilige Ergänzungen weiter aufgewertet. Der Park ist bis heute in seinen charakteristischen Bestandteilen und der historischen Substanz erhalten geblieben.

Der Rheinpark ist ein einzigartiges Beispiel deutscher Gartenarchitektur der 1950er Jahre. Die Grünanlage zeigt in konsequenter Weise den Wechsel von der Gartengestaltung der 1930er Jahre bis Anfang 50er Jahre sowohl hinsichtlich der Formgebung als auch der Materialauswahl. Auf der Bundesgartenschau 1955 in Kassel zeichnete sich diese Trendwende erstmals zaghaft durch Anlage „topfenförmiger“ Blumenbeete in der barocken Karlsaue ab. Bei der Gestaltung des Rheinparkgeländes löst man sich vollkommen von früheren Gestaltungsformen und wendet sich den aus heutiger Sicht typischen Formen der 50er Jahre zu. Hinzu kommt eine Abkehr von Natursteinmaterialien hin zu unterschiedlichen Anwendungsformen von Beton.

Einzigartig ist die Lage des Parks am Rhein, durch er mit der Stadtsilhouette der linksrheinischen Innenstadt (Dom, St. Kunibert) korrespondiert. Der Park verfügt über einen Vielzahl von Skulpturen aus den 1930er und 1940er sowie den 1970er Jahren, die auch weiter um zeitgenössische Arbeiten ergänzt werden. Einzigartig ist die Verbindung des Rheinparks mit dem linksrheinischen Ufer über die Rheinseilbahn.

Die Begründung der Jury
„Der Rheinpark in Köln, der die Bundesgartenschauen 1957 und 1971 beherbergte, überzeugt besonders durch seine vorausschauende, nachhaltige Planung. Dieser typische Vertreter einer Parkanlage aus den 1950ern ist sich bis heute treu geblieben, ohne sich behutsamen Neuinterpretationen zu verschließen. Nicht zuletzt wird dies bestätigt durch die außergewöhnlich hohe Akzeptanz der Grünanlage bei den Kölnerinnen und Kölnern. Anderen Begehrlichkeiten zum Trotz leistete der Park einen wertvollen Beitrag zur Freiflächensicherung in höchst attraktiver Lage. Mit seiner gestalterischen Vielfalt aus vielseitig nutzbaren Rasenflächen einerseits sowie landschaftsarchitektonisch und gärtnerisch gestalteten Räumen mit Stauden, Gehölzen und Bäumen andererseits stellt der Rheinpark außerordentlich gelungene Sichtbeziehungen zur anderen Rheinseite mit der historischen Altstadt dar.“

Mit dem Sieg nimmt der Rheinpark automatisch am 2006 erstmalig ausgetragenen europäischen Wettbewerb „Europas schönste Parks “ teil. Dort treten die bestplatzierten der Länder Italien, Frankreich, Großbritannien, Schweden, Polen und Deutschland gegeneinander an.

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