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Vidampark Budapest

Einer der eigentümlichsten Freizeitparks den ich bislang besucht habe war der Vidampark in Budapest. Ich hatte das Glück, ihn 2012 zu besuchen, bevor er ein Jahr später in Verbindung mit dem Zoo, aber ohne viele der Fahrbetriebe, neu eröffnet wurde. Als ich in Budapest war, war der Park noch ein reiner Freizeitpark und da sehr viele der vorhandenen Attraktionen sehr alt waren, hatte ich das Gefühl, in einem Museum für Freizeitparkattraktionen zu sein. Das hat dem Spaß des Besuchs eher zugetragen, denn ehrlich gesagt sind mir zu schnelle und turbulente Fahrbetriebe nicht geheuer. Ich mag es langsamer. Absolut faszinierend war zum Beispiel das uralte Karussell, welches man links vom Eingang in einer speziellen Halle besuchen konnte. Das aus dem 19. Jahrhundert stammende Karussell führt die Fahrgäste auf eine Zeitreise in der alles noch aufregend langsam und mechanisch war. Wenn man auf einem der handbemalten Pferde sitzt, oder in einer der schön dekorierten Kutschen, fühlt man sich gleichzeitig jung, ob des Fahrspaßes, und alt, weil so viel Zeit vergangen ist, seit dieses Karussell gebaut wurde.

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Ein weiteres Highlight des Parks ist eine Achterbahn aus Holz. Das hatte ich bislang noch nirgendwo gesehen und ich war sehr überrascht, wie hoch es auf ihr hinausging und wie schnell man die Piste herunter rasen konnte. Alle Geräusche, und ein vielleicht imaginäres leichtes Zittern der Holzkonstruktion, haben den Reiz der Fahrt erhöht und selbst kleine Kinder durften auf dieser Achterbahn fahren. Zum Glück war es nicht sehr voll als ich den Park besucht habe und so war es sehr einfach, Fahrten die einem gefallen haben zu wiederholen. Die Holzachterbahn habe ich insgesamt dreimal besucht.

 

Sehr traditionell fand ich auch eine Attraktion, in der die Geschichte Ungarns mit beweglichen Schaubildern erzählt wurde. Man setzte sich in einen Wagen und wurde langsam durch die sich in einem Gebäude befindliche Strecke gefahren, an der links und rechts historische Szenen aus der Geschichte auftauchten. Nicht, das ich viel über die Geschichte Ungarns wusste oder mir die Bilder erklären konnte, aber die Idee, Geschichte und Freizeitparkattraktion zu verbinden fand ich sehr gelungen.

 

Ganz klassisch war auch das Spiegellabyrinth, in dem man den Ausgang finden musste. Leider hatten vorherige Besucher viele Schmutzhände auf den Spiegeln hinterlassen, oder die letzte Säuberung lag sehr lange zurück. Auf jeden Fall wäre es schöner und schwieriger gewesen, wenn alle Oberflächen blitzblank gewesen wären. Aber wir hatten auch so unseren Spaß. Weitere Attraktionen waren:

  • eine Bahn bei der man in ca. 20 Metern Höhe Kreise dreht
  • ein Fahrbetrieb mit Wasser
  • eine kleines Riesenrad für Kinder
  • eine Geisterbahn

moderne Attraktionen wie HipHop oder Top Spin