Der Lainzer Tiergarten in Wien

Mit über 2.400 Hektar ist der Lainzer Tiergarten in Wien einer der größten Stadtparks der Welt. Allerdings ist er wesentlich weniger bekannt als andere weniger große Stadtparks wie der Hyde Park oder der Central Park. Das Gebiet des Lainzer Tiergartens ist ein Naturschutzgebiet mit einem integrierten Tiergarten, einem großen Waldbestand mit frei lebendem Wild, und viele Grünflächen zur Nutzung für die Besucher. Der Name des Parks stammt vom östlich benachbarten Ort Lainz. 2.300 Hektar des Parkgebiets gehören jedoch zum Stadtgebiet von Wien. Der Park ist von einer 22 Kilometer langen Mauer umgeben, der Zutritt erfolgt zu festgelegten Öffnungszeiten über verschiedene Eingangstore.

Die Einganstore zum Lainzer Tierpark heißen Lainzer Tor, das ganzjährig geöffnet ist und als Haupttor des Gartens gilt, Gütenbachtor, Laaber Tor, Pulverstampftor, Nikolaitor und Sankt Veiter Tor. Einige der Tore liegen direkt an öffentlichen Bushaltestellen und Straßenbahnlinien.

lainzer tiergarten in wien
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Innerhalb des Parks gibt es fast 1500 Hektar Waldgebiet, indem unter anderem Hirsche, Rehe, Wildschafe, Damwild und Wildschweine frei leben. Ebenfalls findet man hier einige der ältesten Bäume des Landes. Unter anderem gibt es Eichen und Buchen mit Stämmen von bis zu vier Metern. Das gesamte Gebiet wird sorgsam geschützt und gepflegt. Besucher müssen sich an die Regeln des Tierparks halten, Verstöße werden geahndet. Im Park leben auch sehr viele wilde Fledermäuse, die jedoch nur dann aktiv sind, wenn der Park für das Publikum geschlossen ist.

Für die Besucher bietet der Park sehr viele Nutzungsmöglichkeiten, vom einfachen Spazierengehen bis zu vielen sportlichen Aktivitäten. Für Wanderer und Jogger wurden spezielle Routen entwickelt, die durch den Park führen. Zwei Naturlernpfade bieten die Möglichkeit, den Spaziergang mit interessanten Fakten zu verbinden. Im Besucherzentrum werden außerdem regelmäßig Ausstellungen angeboten, die sich thematisch stets dem Naturschutz im Park widmen. Im Park findet man auch den sogenannten Planetenweg mit Informationstafeln zu den einzelnen Planeten des Sonnensystems. Neben skalierten Abbildungen entspricht auch die Entfernung zwischen den Planeten den realen Verhältnissen.

Normalerweise ist der Park täglich zwischen acht und, je nach Jahreszeit, 17 bis 21 Uhr geöffnet und der Eintritt ist frei. Im Winter, zwischen November und Januar, werden große Teile des Parks geschlossen. In diesen Monaten wird zum Teil das vorhandene Wild gejagt um den Bestand stets unter Kontrolle zu halten. Man findet verschiedene Restaurants im Park, ein Museum, einen Aussichtsturm und die Nikolaikapelle.