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DEUTSCHLANDS SCHÖNSTER PARK 2009 – Der Gräfliche Park in Bad Driburg ist ein rund 60 ha großer Park mit 5 km langen, verschiedenen Hecken und 15 km Wanderwegen auf dem Rosenberg. Der Gräfliche Park liegt am östlichen Stadtrand von Bad Driburg. Die Anfänge des Gräflichen Parks liegen in der 1669 vom Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg angelegten doppelreihigen Lindenallee. Diese wird zu Anfang des 18. Jahrhunderts durch eine hierzu rechtwinklig verlaufende Allee ergänzt. Noch heute bestimmen diese beiden Alleen mit der im Kreuzungspunkt befindlichen Heilquelle die Grundstruktur des Parks. Der Schöpfer der Kuranlagen war Caspar Heinrich Graf von Sierstorpff, der Bad Driburg im Geiste der Aufklärung zu einem Ort "des ländlichen Vergnügens" macht. Er realisiert westlich des Brunnens den ersten landschaftlich gestalteten Park. Das Erscheinungsbild des Parks ist geprägt vom Klassizismus und Frühbiedermeier. Heute zeigt sich der Park als englischer Landschaftsgarten mit weit geschwungenen Wegen, gepflegten Rasenflächen und eindrucksvollen Solitärbäumen. Es beeindrucken der große – teilweise über 200 Jahre alte – und vielfältige Baumbestand. Sichtachsen stellen Beziehungen zu den umliegenden Orten her und bieten außergewöhnliche Ausblicke (Fächerblick). Zu den besonderen Attraktionen zählt auch der im Juni 2009 eröffnete Stauden- und Gräsergarten von Piet Oudolf. Wie ein Fluß mäandert sich der wie eine wilde Wiese anmutende in den großzügigen Rasenflächen eingebettete Garten des niederländischen Starlandschaftskünstlers. Im Gräflichen Park befindet sich der einzige öffentliche Garten Piet Oudolfs. Ein besonderes Merkmal des Gräflichen Parks sind die im Jahresverlauf wechselnden Beetbepflanzungen mit jeweils ca. 30.000 Pflanzen im inneren Teil des Parks. Einen Höhepunkt bildet der "Hölderlin-Hain" und der diesem zugewandte Teich mit der "Diotima"-Insel. Sie sind Friedrich Hölderlin und der von ihm geliebten Frankfurter Bankiersgattin Susette Gontard gewidmet, die er als Diotima in literarischer Gestalt verehrte. Beide besuchten 1796 Bad Driburg. Den Rang des Parks verdeutlicht auch die Auszeichnung von Ramona Gräfin von Oeynhausen-Sierstorpff 2001 mit dem Goldenen Lindenblatt von der "Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur (DGGL)" und die Aufnahme als Ankergarten in das "European Garden Heritage Network" (www.eghn.org)Das Urteil der Jury im Wortlaut:
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