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DEUTSCHLANDS SCHÖNSTER PARK 2009 –
PLATZ 4: FLORA WESTFALICA IN RHEDA-WIEDENBRÜCK
Der Grundstein für den Natur- und Freizeitpark „Flora Westfalica“ wurde mit der Durchführung der Landesgartenschau in Rheda-Wiedenbrück im Jahr 1988 gelegt. Rheda-Wiedenbrück war nach Hamm (1984) die zweite ausrichtende Stadt einer Landesgartenschau des Landes Nordrhein-Westfalen und die erste Nicht-Großstadt, die eine Landesgartenschau durchführte. Und dies tat sie mit einem durchschlagenden Erfolg: Mit 2,6 Mio. Besuchern ist Rheda-Wiedenbrück bis heute eine der erfolgreichsten Landesgartenschauen bundesweit.
Der rund 2,6 Kilometer lange Natur- und Freizeitpark Park „Flora Westfalica“ umfasst heute eine Fläche von 25 ha. Der Erlenbruchwald mit einer zusätzlichen Fläche von 10 ha liegt zwar innerhalb des Geländes, gehört jedoch, ebenso wie die Schlosswiesen, als Naturschutzgebiet nicht zu den von der Flora Westfalica GmbH gepflegten Bereichen.
Seit Bestehen der Flora Westfalica GmbH ist es Ziel und Aufgabe der Gesellschaft, das ehemalige Landesgartenschaugelände zu erhalten und weiterzuentwickeln. Um den Bestand zu gewährleisten, waren Veränderungen im Park unabdingbar. Gärtnerische intensive Pflegebereiche wurden bereits im Jahr 1989 leicht reduziert; weitere gravierende Einschnitte konnten durch die Gründung des Förderverein Flora Westfalica e.V. vermieden werden.
Die sichtbaren Veränderungen im Park sind als stetiger Entwicklungsprozess zu verstehen, der naturbedingt nicht zu einem Abschluss kommen kann. Es ist Ziel der Verantwortlichen, den Erfordernissen des Naturschutzes, der Ökologie und Freizeitnutzung gleichermaßen gerecht zu werden. Von einer Überlagerung der Nutzungsformen wird bereits im Pflege- und Entwicklungsplan ausdrücklich gewarnt. In der Entwicklung bis heute präsentiert sich der Park als geschlossenes Natursystem. Durch Wachstum der Bäume und Gehölze hat sich die Struktur deutlich verändert. Das Gelände zeigt jetzt deutlicher das eigene Profil..
Das Urteil der Jury im Wortlaut:
„Flora Westfalica stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass eine erfolgreiche Nachnutzung eines Gartenschaugeländes möglich ist, wenn das Grundkonzept des Parks stimmt und die Bereitschaft, in die Nachnutzung kontinuierlich zu investieren, vorhanden ist. Das eigentliche Verdienst ist jedoch, dass diese Natur- und Erholungsschneise die Bürger der beiden Stadtteile Rheda und Wiedenbrück zusammenführt, was aufgrund der abwechslungsreichen Gestaltung und vielfältigster Angebote hervorragend gelingt. Darin zeigt sich die besondere Qualität der Planung durch die Landschaftsarchitektengruppe Boyer, Hoff und Reinders aus Duisburg. Das Gelände der Landesgartenschau 1988 in Nordrhein-Westfalen hat regelrechten Volksparkcharakter und präsentiert sich stets auf dem neuesten Stand, was auch dem sehr aktiven und mitgliederstarken Förderverein zu danken ist. Flora Westfalica ist ein würdiger vierter Preisträger.“
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