Anschrift:
Am Schlossberg 1
01809 Müglitztal
Tel.: 03 50 27 / 62 60
www.schloss-weesenstein.de
Öffnungszeiten:
Ganzjährig kostenlos geöffnet
Gründer des Parks :
Freiherrenfamilie von Uckermann

   

TOP 9: DER SCHLOSSPARK WEESENSTEIN

Hervorzuheben ist die außergewöhnliche Lage des Parks: umfassende Ausdehnung in einer Flussaue bis an die nahen Berghänge. Hierdurch interessanter, aufregender Kontrast zwischen freier und gestalteter Natur. Man kann im Park auf abgezirkelten Alleen spazieren, die Nase in eine der vielen Rosenblüten stecken, sich an den Farbkompositionen der Blumenrabatten erfreuen oder im Hainbuchen-Laubengang Schatten suchen – und doch ist man stets umgeben vom Laubhochwald mit Ahorn, Stieleiche und Blutbuchen, einem Farbschauspiel besonderer Art im Herbst sowie entzückenden grafischen Kontrasten im Winter.
Eine weitere Besonderheit ist das zentral gelegene Gewächshaus, in dem noch immer – für Besucher erlebbar – alle Pflanzen für die Frühjahrs- und Sommerrabatten herangezogen werden.

Besonders auch der Gebirgsbach Müglitz, der den Park durchquert und geschickt in dessen Gestaltung einbezogen wurde. Er teilt das Gelände in zwei Flügel, nur verbunden durch eine Sandsteinbrücke. Der Kleine Park macht durch seine zierlichen Blumenrabatten und einen Springbrunnen auf sich aufmerksam, der Große Park lockt mit Linden- und Scheinzypressenalleen, Skulpturen und den Gartenpavillon.

Besonderheiten
Immense Beschädigungen durch das Hochwasser der Müglitz am 12. und 13. August. Es entstanden gravierende Schäden an baulichen Elementen, der floralen Ausstattung und künstlerischen Elementen. Mehr als 1.000 freiwillige Helfer begannen ab Oktober 2002 mit den Aufräum- und Rekonstruktionsarbeiten. So konnte der größte Teil der verschütteten Pflanzen gerettet und die eingestürzte historische Parkmauer wieder aufgebaut werden. Bereits im Juni 2003 war der kleine Parkteil wieder für Besucher zugänglich. Sehr komplexe Sanierungsarbeiten wurden im im restlichen Teil bis Anfang 2007 durchgeführt, die Wiedereröffnung dieses teils erfolgte am 30. März 2007.

Begründung der Jury
Die Jury zeigte sich beeindruckt von der besonderen Lage des Parks zu Füßen des Schlosses in einer Flussaue und dem außergewöhnlichen landschaftlichen Kontrast, der durch den angrenzenden Laubhochwald an den nahen Berghängen entsteht. Der Gebirgsbach Müglitz wurde geschickt in die Gartenarchitektur einbezogen und teilt den Park in zwei Teile: Der Kleine Park gefällt durch zierlichen Blumenrabatten und einen Springbrunnen, der Große Park lockt mit Linden- und Scheinzypressenalleen, Skulpturen und den historischen Gartenpavillon. Der außergewöhnliche Einsatz unzähliger Helfer beim Wiederaufbau des Schlossparks nach dem Hochwasser und die behutsame und professionelle Durchführung der Rekonstruktion wurden durch die Jury besonders herausgestellt.

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