Anschrift:
Wehrinselstraße 43
03149 Forst (Lausitz)
Tel.: 0 35 62 / 75 48

www.rosengarten-forst.de

Öffnungszeiten:
Ständig zugänglich, Eintritt frei (mit Ausnahme des Tiergartens)
Gründer:
Forster Verein der Gärtner und Gartenfreunde

 

TOP 9: DER ROSENGARTEN IN FORST (LAUSITZ)

Bis vor hundert Jahren deutete nichts darauf hin, dass an dem Gelände am westlichen Neißeufer am Südrand der Stadt Forst einmal eine bedeutende deutsche Park-und Gartenanlage entstehen würde. Zwischen Neiße und Mühlgraben waren durch Flussbettregulierungen zwei Inseln entstanden: die Reisigwehrinsel und die größere Wehrinsel. 1906 entschied man, der Bevölkerung das Wehrinselgelände als Volkspark zur Verfügung zu stellen. In den Jahren danach entstand auf der Wehrinsel ein Park, der die typischen Merkmale eines englischen Landschaftsgartens besaß.

Die brillante Idee des Forster „ Vereins der Gärtner und Gartenfreunde”, gemeinsam mit dem Verein Deutscher Rosenfreunde (VDR) hier 1913 eine große Rosen- und Gartenbauausstellung (RUGA) durchzuführen, war die Geburtsstunde des Rosengartens.

Nach Themengärten geordnet finden Liebhaber Rosen der bekanntesten Rosenschulen Deutschlands. Insbesondere der Neuheitenteil ist bei Gartenfreunden beliebt – hier kann man „Katalog und Wirklichkeit“ unter den gegebenen Klima- und Standortbedingungen am besten überprüfen.

Besonderheiten
Festlichkeiten, Theater, Rosenschauen oder Kongresse. Mittlerweile seit 1953 konsequent und ein absolutes Muss: traditionelle Rosengarten-Festtage am letzten Juniwochenende jedes Jahres mit Schnittrosenschau, Tanz, Theater, Musik, Akrobatik und Humor. Absolutes Highlight ist die beliebte „Nacht der 1000 Lichter“ mit einem grandiosen Feuerwerk am Nachthimmel, Musik im Fackelschein und vielen Überraschungen.

Begründung der Jury
Die Jury würdigte besonders die umfassende und liebevoll in Themengärten arrangierte Sammlung von mehr als 600 Rosensorten sowie das große Engagement der Bevölkerung für „ihren Garten“. Der Ostdeutsche Rosengarten in Forst ist eine außergewöhnlich attraktive und hervorragend gepflegte Parkanlage, die auf eine Rosen- und Gartenbauausstellung im Jahr 1913 zurückgeht, lobt die Jury weiter. Er ist aber weit mehr als das: ein Volkspark, der wesentlich zum kulturellen Leben von Stadt und Region beiträgt und in ganz beispielhafter Art und Weise vom Engagement der Forster Bürgerinnen und Bürger profitiert. Ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm von den Rosengartenfesttagen mit Theateraufführungen, der beliebten „Nacht der 1000 Lichter“ bis zu Chortreffen, Konzerten, Familientagen oder romantischen Nachtführungen trägt zur Beliebtheit des Parks nahe der polnischen Grenze bei.

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