Anschrift:
Tiergartenstraße
47533 Kleve, www.kleve.de
Öffnungszeiten:
Ganzjährig zugänglich, Eintritt frei (mit Ausnahme des Tiergartens)
Architekt:
Maximilian-Friedrich Weyhe

 

PLATZ 2 : DIE KLEVER GÄRTEN

Die Klever Gärten bestehen aus „Neuem Tiergarten“, „Altem Park“ sowie dem „Forstgarten“. Während die ersten beiden bereits im 17. Jahrhunder angelegt wurden entstammt der Forstgarten dem Jahr 1782.

Dem Neuen Tiergarten diente zunächst der Sternberg als zentraler Punkt, von dem aus zwölf Sichtachsen in die Landschaft gingen. Ab 1821 wurde der Park durch den Düsseldorfer Hofgärtner Maximilian-Friedrich Weyhe im Landschaftsstil umgestaltet. Seither ist das so genannte Amphitheater Ausgangspunkt eines weitläufigen, geometrischen Achsensystems, das die umliegende, offene Landschaft teilweise kilometerweit mit einbezieht. In den Anlagen kommen komplexe Ordnungsvorstellungen zum Ausdruck, so wie es auch in dem streng barocken und axialen Bezug auf die Kirche von Hochelten zu deuten ist. Diese Vorstellungen lassen aber weiterhin die freien Formen der natürlichen Topografie zur Geltung kommen.

Im Südosten der Stadt liegt der „Alte Park“, der den Bogen des Altrheinwassers Kermisdahl umschließt. Die im November 1653 angelegte, vierreihige Nassauer Allee verbindet den Park mit der Stadt. Wie auch im Neuen Tiergarten wurden künstliche Aussichtshügel geschaffen. Der Forstgarten zeichnet sich besonders durch zahlreiche exotische Bäume, teils noch aus dessen Gründungszeit aus. Auch der Forstgarten wurde, nachdem er durch französische Revolutionstruppen verwüstet wurde, 1822 im Stile eines romantischen englischen Landschaftsgartens umgestaltet.

Besonderheiten
Tierpark mit rund 600 Tierarten und etwa 60 Gattungen, darunter Panda- und Nasenbären, Wölfe, Robben, Rot-, Dam-, Muffel- und Schwarzwild. Streichelzoo für Kinder. Außerdem gibt es Konzerte und zahlreiche weitere kulturelle Angebote.

Die Begründung der Jury
„Dass es einer Stadt in der Größenordnung Kleves gelingt, die Anlage in seiner Qualität und historischen Prägung über Jahrzehnte hinweg zu erhalten und zu unterhalten, würdigte die Jury besonders. Die Blickachsen der Klever Gärten setzen die topografischen Besonderheiten des Ortes perfekt in Szene. Die vom bedeutendsten Vertreter der Landschaftsarchitekten des 19. Jahrhunderts im Rheinland, Maximilian-Friedrich Weyhe, gestaltete Anlage untergliedert und prägt das Stadtbild auf außergewöhnliche Art und Weise. Die Klever Gärten überzeugten zudem durch ihren sehr guten Pflegezustand und vielfältige Angebote, von Kulturveranstaltungen bis zum Tiergarten, für die Besucher. Bereits 1978 ließ die Stadt Kleve von den bedeutenden Gartenarchitekten Rose und Gustav Wörner ein Parkpflegewerk als fachliche Grundlage für die Erhaltungs- und Pflegemaßnahmen erarbeiten. Damit wurde die Basis für den heutigen exzellenten Pflegezustand der Klever Gärten gelegt.“

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